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Ein Erfahrungsbericht zu TZI bewegt virtuell…

...von Karin G. Fritzsche und Ulrike Rietz

Am 5.6. gab es auf Einladung des Vorstandes unser erprobtes und langjähriges Format „TZI bewegt“, dieses Mal aber virtuell zum Thema „Wie geht TZI im virtuellen Raum? Wir probieren es aus…wir tauschen uns aus…“

Ziel des Treffens war, so die Einladung, ein Erfahrungsaustausch darüber, ob uns die TZI im virtuellen Raum geeignete Hilfestellungen liefern kann und wenn ja, wie? Anders als bei unseren sonstigen Präsenzveranstaltungen mussten wir uns hierbei mit Imbiss und Getränken selbst verwöhnen, für webinar-fähige technische Voraussetzungen sorgen, aber wir wurden ausführlich angeleitet, über einen Link mitmachen zu können. Wir waren schließlich 20 Teilnehmende.

Unser Vorstandsmitglied Jürgen Bedel hat dies mit sehr dankenswertem Aufwand vorbereitet und uns über zwei Stunden „durchgeleitet“.

Was wir als Teilnehmende lernen konnten:

  • Auch virtuell können lebendige Vorstellungsrunden mit ansprechenden Flipcharts stattfinden, wenn alle ihre Kameras und Mikrofone eingeschaltet haben.

  • Wir konnten uns in Plenums- und Gruppenarbeit erproben – aus Zeitgründen war die Gruppenbildung vom Moderator dem Tool überlassen und wir fanden uns in fünf Vierergruppen zusammengestellt – erheblich weniger anstrengend als mit 20 Portraits in der „Galerieansicht“!

  • Anfänger*innen erhielten Unterstützung von den Online-Geübten und konnten verschiedene Werkzeuge entdecken und erproben. So entstanden z.B. lebendige Bilder durch persönliche Kommentare sowie mit Herzchen und  Sternchen, die für die "grobe" Markierung der Wohnorte der Teilnehmenden genutzt werden konnten - gewissermaßen eine virtuelle "Aufstellung".

Als TZI-ler*innen haben wir uns im Vorfeld gefragt, ob Themenzentrierung und dynamisches Balancieren in diesem Format möglich ist. Unser aller Erfahrung war und unsere Vermutung ist, dass das Online-Format grundsätzlich stark ES-lastig und die Beziehungsebene dadurch unterbelichtet ist. Trotzdem war es natürlich auch ein Wir-stiftendes Erlebnis, alte Bekannte und auch neue Leute in diesem Format zu treffen.

Unser Moderator hat die Möglichkeiten zu Abfragen, die das Programm (Zoom) anbietet, mehrfach genutzt und uns dann die Ergebnisse eingespielt. In der Kleingruppe gab es die Möglichkeit, ein virtuelles Flipchart zu den Erkenntnissen zu erstellen, das dann auch im Anschluss per E-Mail weitergegeben wurde. In einer klassischen, vielleicht etwas zu kurzen Abschluss- und  Auswertungsrunde konnten die eigenen Erfahrungen mit der Gruppe geteilt werden.

Neben diesem Sachbericht hier noch persönliche Anmerkungen von uns - Karin und Ulrike:

  • Ein großes Dankeschön an Jürgen für die sorgfältige, TZI-gemäße Vorbereitung! Das muss ein erheblicher Aufwand gewesen sein.
  • Es wurde sehr deutlich, dass die Durchführung für eine Person (Technik und inhaltliche Leitung) herausfordernd ist. Ein Gedanke war: Ließe sich dies durch eine Co-Leitung anders organisieren und TZI-gemäßer gestalten?
  • Wir sind dankbar für diese Erfahrung, die uns nachdenken lässt, ob und wenn ja, was an TZI-Veranstaltungen sich wie in diesem Medium machen lässt?
  • Nach zwei Stunden waren wir beide als Teilnehmende ziemlich geschlaucht. Das führen wir nicht nur auf unsere relative Unerfahrenheit und möglichen grundsätzlichen Vorbehalte zurück, sondern auch auf die Bedingungen des Mediums selbst.

Mit unserem Dank verbinden wir die Ermutigung an alle Interessierten, bei einem evtl. weiteren Angebot sich diese Erfahrung zu gönnen.

Karin und Ulrike, Neustadt an der Weinstraße, 9. Juni 2020

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